Der Preis wird in Gedenken an den Bremer Ökonomen Jörg Huffschmid alle zwei Jahre durch die Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik, Attac Deutschland, die EuroMemo-Gruppe und die Rosa-Luxemburg-Stiftung vergeben. Marie Cornelia Grasmeier hat in ihrer ethnographischen Dissertation die Berufskultur und die berufichen Identitäten von Seeleuten in der globalen Handelsflotte untersucht, wobei ihr das Nautikstudium, das sie bereits vor ihrem Studium der Kulturwissenschaften und der Gender Studies absolviert hat, und ihre Praxis in der Seefahrt zugutekamen. Sie zeigt, dass es trotz der starken Segmentierung des globalen Arbeitsmarktes und der sozialen Isolation der Seeleute, die selten über längere Zeit in der gleichen Gruppenzusammensetzung arbeiten, eine stark ausgeprägte transnationale maritime Arbeitskultur gibt. Allerdings ist diese stark durch Prozesse symbolischer und sozialer Grenzziehungen, insbesondere entlang ethnischer Grenzen und des globalen Nord-Süd-Verhältnisses, geprägt.